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Was geschah in Ihrem Ort 1931-34?
Forschen Sie und schicken Sie uns ihre Fotos und Texte. Wir freuen uns auf viele Beiträge.

Der Umgang mit Quellen

Die Arbeit mit Quellen ist eine wesentliche Grundlage von allen Projekten, die sich mit Geschichte befassen. Sie finden hier Hinweise zum richtigen Umgang mit Quellen und wie man sie zitiert.

Quellen

Sicherlich werden Sie schnell einiges Material über die Zeit von 1931-1934 in Ihrem Ort zusammentragen. Sie werden z. B. Zeitungsartikel, Akteneinträge, Schul- und Vereinschroniken, Tagebücher und Fotos entdecken, die Informationen über den Übergang der Weimarer Demokratie zur nationalsozialistischen Diktatur enthalten.

Diese Materialien aus der Vergangenheit, in denen Sie bei Ihrer Recherche Kenntnisse gewinnen, nennt man in der Geschichtswissenschaft Quellen.

Quellen kann man einteilen nach

- ihrer äußeren Form (Art), z.B. Schriftstücke, Bilder, Denkmäler, Kunstwerke, Fotos, Münzen, geographische Namen, mündliche Berichte usw.

- ihrer Nähe zum historischen Geschehen (Primär- oder Sekundärquelle), wobei Primärquellen zeitlich am unmittelbarsten über ein Ereignis berichten (Tagebucheintrag, Originaltext einen Staatsvertrages, Zeitungsartikel) und Sekundärquellen sich auf Primärquellen beziehen

- der Art der Überlieferung (Traditions-/Überrestquelle)

Zitier-Regeln

Grundsätzlich gilt: Es muss nachvollziehbar sein, woher Sie, wenn Sie einen Text verfassen, Ihr Wissen und Ihre Materialien haben. Daher sollten Sie folgende Regeln beachten.

So sollten Sie Quellen angeben:

Fehrbelliner Zeitung: Anzeiger für das Ländchen Bellin und Umgebung; behördliches Publikationsorgan für die Stadt Fehrbellin, Nr. 4 vom 11. Januar 1934 (45. Jahrgang).

Benz, Wolfgang: Bilder vom Juden. Studien zum alltäglichen Antisemitismus. München 2001, S. 72.

Gerlach, Carola: Schicksale Lübbener Juden in der NS-Zeit. Akten, Aussagen, Dokumente. In: Lübbener Forum gegen Gewalt, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit (Hrsg.), Das jüdische Lübben. Einblicke in eine vergangene Epoche. Luckau 2009, S. 35–79

Boldt, Werner: Der Kampf um die Republik. Das demokratische Denken Carl von Ossietzkys. In: Blätter für deutsche und internationale Politik, Heft 11/2011, S. 106-119.

eine Archivquelle (die Erklärungen in Klammer fallen bei einer tatsächlichen Quellenangabe weg):

Gruppe BB, Gruppenbefehl Nr. 6 (Titel des Textes), 26.1.1933 (Datum), LAB (Name des Archivs, hier Abkürzung für Landesarchiv Berlin), A-Rep. 244-03 (Signatur der Archivalieneinheit), Nr. 47 (Fundstelle innerhalb der Archivalieneinheit).

http://konzeptkontor.net/dotnetnuke/Portals/0/SiteDocs/ZW/LJR-Handout-2-Auflage-12.pdf, abgerufen am 30. Oktober 2012

Tipps

Notieren Sie bei einer Entdeckung in einer Quelle umgehend den Fundort. So brauchen Sie später nicht mit enormen Zeitaufwand die Quelle wieder finden.

Bei der Verwendung mehrerer Quellen ist es sinnvoll, am Ende einer Dokumentation oder eines Artikels ein Quellenverzeichnis anzulegen. Dieses Verzeichnis kann nach der Art der Quellen (Internetseite, Literatur, Interview, …) sortiert werden. Zudem sollten die einzelnen Einträge in alphabetischer Reihenfolge nach den Namen der Verfasser/innen bzw. Herausgeber/innen sortiert werden.

Nach der Broschüre des Landesjugendrings Brandenburg:  „wir waren – wir sind – wir werden sein“ – Brandenburger Geschichte(n) erforschen. Eine Arbeitshilfe für junge Menschen.

Wir danken dem Landesjugendring Brandenburg für die Genehmigung.